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RDKS: Reifendruckkontrollsystem

Was ist RDKS?

RDKS steht für „Reifendruckkontrollsystem“.
Es handelt sich um ein integriertes elektronisches System zur Überwachung des Drucks Ihrer Fahrzeugreifen. Es liefert dem Fahrer Informationen in Echtzeit und warnt ihn, falls der Druck in einem oder mehreren Reifen nicht korrekt ist.
Das RDKS tut dies über Anzeigevorrichtungen im Armaturenbrett, z. B. ein Messgerät, ein Display mit Piktogramm oder eine Warnlampe.

Zweck:

Der Einbau eines RDKS in Ihr Fahrzeug sorgt für Fahrsicherheit und senkt das Risiko für Verkehrsunfälle. Ein falscher Reifendruck verlängert den Bremsweg und beeinträchtigt das Kurvenverhalten Ihres Fahrzeugs.
Das RDKS verhindert lästige Pannen, indem ein zu niedriger Reifendruck frühzeitig erkannt wird, und verkürzt die Rollstrecke (d. h. den Bremsweg). Das RDKS verringert somit auch die Abnutzung des Reifenprofils, lässt die Reifen besser auf der Straße haften und verbessert die Manövrierfähigkeit Ihres Fahrzeugs.
Es macht Ihr Fahrzeug außerdem effizienter, indem es höheren Kraftstoffverbrauch infolge falschen Reifendrucks vermeidet. Eine verbesserte Effizienz führt wiederum zu weniger CO2-Emissionen und verkleinert dadurch den CO2-Fußabdruck.

Vorteile:

Ein fehlerhafter Reifendruck wird dem Fahrer unverzüglich gemeldet, sodass eventuelle Probleme sofort angegangen werden können.
Mit dem RDKS können Sie in Zukunft auf die manuelle Überprüfung des Reifendrucks verzichten und sich auf elektronische Signale verlassen, die Sie augenblicklich auf einen unangemessenen Reifendruck hinweisen.

Vorschriften/Gesetze für den Einbau eines RDKS in Ihr Fahrzeug:

Ab 01. November 2014 müssen alle neu zugelassenen Kraftfahrzeuge und Wohnmobile in der EU mit einem RDKS ausgestattet sein.
Ab 01. November 2014 müssen alle neuen Fahrzeuge und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein.

Welche Voraussetzungen muss das RDKS erfüllen?

Ab November 2014 müssen alle zugelassenen Fahrzeuge entweder mit einem direkten oder indirekten RDKS ausgestattet sein. Fahrzeuge, die diese Vorgabe nicht erfüllen, erhalten in den EU-Mitgliedstaaten keine Betriebserlaubnis oder Zulassung. Gemäß den EU-Verordnungen werden an das RDKS folgende Anforderungen gestellt:

  • Ab einem Druckverlust in einem einzelnen Reifen, der 20 % unter dem Betriebsdruck (Pwarm) von 1,5 bar liegt, sollte das RDKS innerhalb von 10 Minuten ein entsprechendes Warnsignal abgeben.
  • Ab einem unvermittelten oder allmählichen Druckverlust in allen vier Reifen, der 20 % unter dem Betriebsdruck (Pwarm) von 1,5 bar liegt, sollte das RDKS innerhalb von 10 Minuten ein entsprechendes Warnsignal abgeben.
  • Das RDKS sollte bei einer Geschwindigkeit zwischen 40 km/h und der Höchstgeschwindigkeit einen Druckverlust in den Reifen erkennen.
  • Es sollte eine Datenübertragungsrate von 434 MHz besitzen.

Was ist ein indirektes RDKS?

Ein indirektes RDKS nutzt die Sensoren des Antiblockiersystems (ABS) zur näherungsweisen Messung des Reifendrucks. Das indirekte RDKS bzw. iRDKS basiert auf dem Grundsatz, dass ein schlecht aufgepumpter Reifen einen geringeren Durchmesser und somit eine höhere Winkelgeschwindigkeit als ein korrekt aufgepumpter Reifen besitzt.
Wie der Name schon sagt, kann der direkte oder absolute Druck mit dem iRDKS nicht gemessen werden. Die Messwerte des RDKS sind relativ zur Geschwindigkeit eines jeden Reifens. Neuere iRDKS führen eine Eigenform- und Frequenzspektrumanalyse der Reifengeschwindigkeit durch, um den Reifenluftdruck zu ermitteln. Sobald sich der Reifen schneller als normal dreht, interpretiert der Bordcomputer dies als Hinweis auf einen Unterdruck und weist den Fahrer darauf hin.
Nachdem die Reifen korrekt aufgepumpt wurden und sich wieder normal drehen, muss das iRDKS zurückgesetzt werden und braucht zwischen 20 bis 60 Minuten Fahrzeit, um sich auf die neuen Parameter umzustellen, sodass es wieder voll funktionsfähig ist.

Was ist ein direktes RDKS?

Das direkte RDKS misst den Reifendruck mittels Drucksensoren, die direkt in den Reifen montiert werden. Diese Sensoren messen den Reifeninnendruck und melden ihn an den Bordcomputer oder das Kombi-Instrument des Fahrzeugs. Anders als ihre indirekten Gegenstücke können diese Sensoren auch die Innentemperatur des Reifens messen.
Die Druckwerte werden von diesen Sensoren sowohl während des Fahrens als auch während des Parkens in Echtzeit übertragen. Abhängig von ihrem Einbauort im Autoreifen sind diese Sensoren normalerweise batteriebetrieben und können beschädigt werden. Manche Sensoren werden jedoch auch mittels elektromagnetischer Induktion drahtlos mit Energie versorgt. Sie sind langlebiger als batteriebetriebene Sensoren. Drahtlos betriebene Systeme ermöglichen eine Beschleunigung der Datenübertragung und eine Verringerung des Sensorgewichts.
Das dRDKS kann sowohl innen als auch außen montiert werden. Außensysteme können entweder mit Kappensensoren oder Durchflussmessern ausgestattet sein. Kappensensoren sind große Ventilkappen, die man direkt auf den Ventilschaft schraubt und die beim Aufpumpen des Reifens entfernt werden müssen. Durchflussmesser werden zwar auch mit dem Ventilschaft verschraubt, lassen aber Luft hindurch. Sie müssen deshalb beim Aufpumpen des Reifens nicht entfernt werden.
Innensensoren werden im Reifen mit einem breiten Metallband montiert, das rund um den Reifen befestigt wird.

Welche Sensortypen werden von RDKS verwendet?

Je nach Montage:

Es gibt im Wesentlichen drei verschiedene RDKS-Sensortypen:
Klemmventil-RDKS - Der Ventilschaft ist ein wesentlicher Bestandteil dieses Sensors und wird über die Ventilöffnung des Reifens montiert. Das Ventil wird mit einer separaten Tülle oder Klemmringmutter am Rad befestigt.
Es sollte beachtet werden, dass die Tüllen aus einem weicheren Metall (normalerweise Aluminium) als die Ventilschäfte bestehen. Nach ihrer Versiegelung passen sie sich an die Form der Oberfläche an, mit der sie dicht abschließen. Nach dem Austausch oder der Wartung der Sensoren sollten diese Tüllen deshalb auf keinen Fall wiederverwendet werden.
Die Dichtungstüllen sollten auch niemals von Hand oder mit einem Drehmomentschlüssel zu fest angezogen werden. Dies könnte zu Haarrissen an der Versiegelung und sogar zu Schäden am Ventilschaft und am Sensor führen.
Steckventil-RDKS - Diese Sensoren sehen fast wie Ventilschäfte aus, die nicht speziell für RDKS gedacht sind. Diese RDKS-Sensoren sind normalerweise länger als die Ventilschäfte, und wenn man die Gummikappe entfernt, sieht man, dass der Sensor unten eine abgeschrägte Messingoberfläche hat. Der Sensor wird mit einer selbstschneidenden Schraube am Ventilschaft befestigt.
Beim Festziehen des Sensors am Schaft sollte man nicht zu viel Kraft ausüben und darauf achten, dass der Ventilschaft und der Sensor korrekt ausgerichtet sind. Andernfalls könnte der Schaft brechen, falls er mit dem Montagekopf in Berührung kommt.
Band-RDKS - Beim Band-RDKS wird der Sensor an einem Metallband innen an der Felge angebracht und auf der gegenüberliegenden Seite des Ventilschafts befestigt. Dieser Sensortyp findet sich noch in manchen Ford-Fahrzeugen.

Originalsensoren und programmierbare Universalsensoren:

Voraussetzungen für die Auswahl der richtigen Fahrzeugsensoren:

  1. Die Sensoren müssen für das Fahrzeug, in das sie eingebaut werden sollen, vorprogrammiert werden.
  2. Das Fahrzeug und der Sensor müssen kompatibel sein, d. h. nicht jeder Sensor passt zu jedem Fahrzeug.
  3. Beim Wechseln der Sommer- oder Winterreifen muss zwischen einem vorprogrammierten Originalsensor und einem unprogrammierten Universalsensor gewählt werden.

Originalsensoren - Diese Sensoren wurden mit den spezifischen Einstellungen des Fahrzeugs, für das sie gedacht sind, vorprogrammiert. Angesichts der Vielfalt an verfügbaren Sensoren und der wachsenden Kundenzahl müssten die Werkstätten jederzeit alle Sensortypen (mindestens vier Einheiten) auf Lager haben, um die Kunden angemessen bedienen zu können.
Programmierbare Universalsensoren - Diese Sensoren sind nicht vorprogrammiert und können in jedes Fahrzeug eingebaut werden. Die Werkstätten müssen zur Deckung des Kundenbedarfs keine Unmengen an verschiedenen Sensoren vorrätig haben. Programmierbare Sensoren erfordern jedoch ein zusätzliches Programmierwerkzeug, mit dem der Sensor entsprechend den Fahrzeugspezifikationen kalibriert werden kann.
Dieses Werkzeug liest zuerst die technischen Spezifikationen des Originalsensors und des Reifens, in dem er verbaut wurde; anschließend können die gesammelten Daten zur Programmierung des neuen Sensors mit denselben Spezifikationen verwendet werden.
Wenn kein Originalsensor verfügbar ist, kann das Werkzeug vor der Programmierung des Sensors mit den erforderlichen Daten eine neue Sensor-ID generieren.

Wie werden die Sensoren in die Reifen eingebaut?

Der Ein- und Ausbau von RDKS-Sensoren in einem Fahrzeug erfordert spezielles Werkzeug, das im RDKS-Service-Kit enthalten ist. Mit diesem Werkzeug können die Muttern und Ventile mit dem richtigen Drehmoment befestigt werden.
Der RDKS-Sensor wird normalerweise im Reifen an einem bestimmten Reifenventil befestigt. Je nach Ihren Anforderungen können Sie zwischen einem Klemmventil-RDKS aus Aluminium und einem Steckventil-RDKS aus Gummi wählen.
Steckventile sind gewöhnlich billiger als Klemmventile und lassen sich leichter montieren. Bei hohen Geschwindigkeiten (normalerweise bei über 210 km/h) kann allerdings die Funktionsfähigkeit von Steckventilen beeinträchtigt sein.
Beim Austausch eines Reifens oder Sensors wird empfohlen, alle zugehörigen Komponenten (Ventileinsatz, Ventilkappe, Mutter, Scheiben und Dichtungen) ebenfalls auszutauschen.
Jedes Sensor-Service-Kit enthält die folgenden Komponenten:

Steckventil:

  1. Sensor
  2. Gummiventil
  3. Selbstschneidende Drehmomentschraube
  4. Vernickelter Ventilkörper
  5. Ventilkappe aus Kunststoff

Klemmventil:

  1. Ventil mit Pressgehäuse für den Sensor
  2. Gummidichtung
  3. Stopfbuchse oder Klemmringmutter
  4. Vernickelter Ventilkörper (Einsatz)
  5. Ventilkappe aus Kunststoff

Warum alle Komponenten im Service-Kit ausgetauscht werden müssen:

  • Die Metalltüllen, die während der Versiegelung in Form gepresst wurden, können nicht wiederverwendet werden. Sie werden durch Gummitüllen aus dem Kit ersetzt.
  • An der Originalmutter am Ventilschaft können sich Haarrisse gebildet haben oder sie wurde vielleicht mit dem Drehmomentschlüssel zu fest angezogen.
  • Die vernickelten Ventileinsätze sind beständiger gegen galvanische Korrosion und können die Integrität der ursprünglichen Dichtung aufrechterhalten.
  • Die neuen Kunststoffkappen können verhindern, dass der Sensor durch Schmutz oder Feuchtigkeit beschädigt wird, und fungieren außerdem als sekundärer Luftverschluss.
  • Die alte Scheibenmutter könnte Spannungsrisse bekommen haben und sorgt vielleicht nicht mehr für eine sichere Befestigung der Ventile an den Reifen.

Kann ich bei RDKS-Sensoren aus Aluminium einen Ventileinsatz aus Messing verwenden?

Nein. Ein Ventileinsatz aus Messing darf auf keinen Fall zusammen mit einem RDKS-Sensor aus Aluminium verwendet werden, da dies zu galvanischer Korrosion führen könnte. Galvanische Korrosion findet statt, wenn zwei verschiedene Metalle miteinander elektrolytisch reagieren, wodurch sowohl der Einsatz als auch der Sensor beschädigt werden. Ein korrodierter Ventilschaft wird außerdem die Datenübertragung vom RDKS zur elektronischen Steuerung behindern und dazu führen, dass die Warnlampe des RDKS nicht mehr richtig funktioniert.

Wie stellt sich das Fahrzeug auf die neuen Sensoren um?

Sobald die neuen RDKS-Sensoren an den Reifen montiert wurden, muss Ihr Fahrzeug die Sensoren erkennen und zwischen den Sensoren und dem Auslesegerät muss eine Kommunikationsverbindung hergestellt werden. Auf diese Weise wäre sichergestellt, dass die zentrale Datenverarbeitungseinheit des RDKS immer dann aktiviert wird, wenn eine neue Sensor-ID generiert oder die Sensorposition am Rad geändert wird.
Je nach Fabrikat kann das Fahrzeug die neuen Sensoren auf drei verschiedene Arten erkennen:

  1. Selbstschulung/Auto-Umstellung - Während Sie das Fahrzeug 10 Minuten lang mit einer Geschwindigkeit zwischen 35 und 100 km/h fahren, werden die Sensoren automatisch vom Fahrzeug erkannt. Die RDKS-Warnlampe erlischt automatisch, sobald alle Sensoren erkannt wurden. Diese Methode ist üblich bei Marken wie Mercedes, Vauxhall/Opel, VW, Ford, Mazda und Hyundai.
  2. Manuelles Teach-In/Stationäres Umlernen - Hierbei handelt es sich um ein festes Verfahren mit einem Aktivierungswerkzeug, bei dem das Auto nicht bewegt werden muss. Die genaue Vorgehensweise lässt sich den Bedienungsanleitungen der jeweiligen Marken (z. B. Audi, Mercedes, BMW und Porsche) entnehmen.
  3. On-Board-Diagnoseschnittstelle (OBD-II)/Vorprogrammiertes Umlernen - Bei Modellen wie Renault, Citroen, Peugeot, Nissan, Vauxhall/Opel, Fiat und Lancia lernt das Fahrzeug die neuen Sensoren kennen, indem zwischen Letzteren und der On-Board-Diagnoseschnittstelle eine Verbindung hergestellt wird. Die OBD-II wird auch zu Diagnosezwecken verwendet, wenn die Warnlampe des RDKS aufleuchtet.

Was passiert, wenn die RDKS-Umstellung nicht abgeschlossen wird?

Falls die RDKS-Umstellung nicht komplett durchgeführt wird, kann dies zu einer falschen Druckanzeige und zu einem Systemausfall führen. Jeder Hersteller verfügt über ein festes RDKS-Umstellungsverfahren, das genauestens eingehalten werden sollte, um sicherzustellen, dass das RDKS einwandfrei funktioniert. Werkstätten mit RDKS-Service sollten sich mit den verschiedenen Verfahren vertraut machen und über die erforderlichen Service-Kits zur Umsetzung dieser Verfahren verfügen.

Bin ich von der RDKS-Pflicht betroffen, und was bedeutet diese Änderung für mich?

Falls Sie ein Kraftfahrzeug oder ein Wohnmobil besitzen, gilt für Sie Folgendes:

  • Ab 01. November 2014 müssen alle neu zugelassenen Kraftfahrzeuge und Wohnmobile in der EU mit einem RDKS ausgestattet sein.
  • Ab 01. November 2014 müssen alle neuen Fahrzeuge und Wohnmobile mit einem RDKS ausgestattet sein.

Viele Automarken haben das RDKS bereits vor der Richtlinie aus 2014 eingeführt und können somit die entsprechenden Fahrzeugtests bestehen, falls ihr RDKS voll funktionsfähig ist.
Die RDKS-Tests sind ab 2015 verpflichtend und können von Fahrzeugen, die die Anforderungen nicht erfüllen, nicht bestanden werden.
Gemäß der Richtlinie von 2014 können Sie sich strafbar machen, wenn Sie das RDKS oder die RDKS-Warnlampe in Ihrem Fahrzeug deaktivieren oder umgehen.

Wo bekomme ich die RDKS-Technologie?

Die RDKS-Technologie wird bei der Herstellung des Fahrzeugs installiert. Wenn Ihr Fahrzeug nicht mit der RDKS-Technologie ausgestattet ist, fällt es nicht unter die RDKS-Pflicht. Sie müssen bei Ihrem Fahrzeug also kein RDKS nachrüsten.
Eine Werkstatt, die RDKS-Leistungen anbietet, kann Ihnen helfen und Ihnen aufzeigen, welche Ersatzteile Sie für Ihr RDKS benötigen, z. B. Ventileinsätze, Tüllen, Ersatzsensoren und Service-Kits.
Anmerkung: Aufgrund der Komplexität des RDKS wird empfohlen, den Reifenwechsel und sonstige Wartungsarbeiten von einer Fachwerkstatt durchführen zu lassen, die über die erforderlichen Fachkenntnisse und Werkzeuge verfügt.

Was ist die RDKS-Warnlampe? Was bedeutet sie?

Die RDKS-Warnlampe sieht so aus:

Die RDKS-Warnlampe an meinem Armaturenbrett leuchtet. Was soll ich tun?

Das RDKS aktiviert sich, wenn Sie fahren: Wenn die RDKS-Lampe während des Fahrens angeht und nicht mehr erlischt, bedeutet das, dass der Druck in mindestens einem Reifen zu niedrig ist. Überprüfen Sie den Druck in allen Reifen, um den/die fehlerhaften Reifen zu ermitteln, und füllen Sie entsprechend Luft nach. Die RDKS-Warnlampe erlischt automatisch, sobald alle Reifen wieder den richtigen Druck haben.
Die RDKS-Warnlampe blinkt abwechselnd: Das bedeutet, dass sich der Reifendruck dem unteren Grenzwert (20 % unter dem Normalwert) annähert. Das passiert üblicherweise, wenn der Druck aufgrund von Änderungen der Umgebungstemperatur schwankt. Es wäre gut, wenn Sie den Reifendruck (einschließlich Ersatzreifen) regelmäßig überprüfen, um sicherzustellen, dass der Druck in allen Reifen optimal ist.
Die RDKS-Warnlampe leuchtet auf, wenn Sie das Fahrzeug starten, und geht dann nicht mehr aus: Wenn Ihre RDKS-Warnlampe beim Starten der Zündung 30 bis 90 Sekunden lang blinkt und dann während des Fahrens an bleibt, ist das RDKS selbst defekt. Bringen Sie Ihr Fahrzeug schnellstmöglich zu einem RDKS-Spezialisten, damit alle Systemfehler behoben werden können. Wenn das RDKS defekt ist, sollten Sie als zusätzliche Vorsichtsmaßnahme den Reifendruck vor dem Losfahren überprüfen.

Wie oft sollte ich den Reifendruck meines Fahrzeugs überprüfen?

Während die Reifen durch Löcher und Beschädigungen schnell Luft verlieren können, kann die Luft bedingt durch Änderungen der Umgebungstemperatur, die Straßenbedingungen oder sonstige Faktoren auch langsam entweichen. Wir empfehlen deshalb, die Reifen mindestens einmal im Monat zu überprüfen. Vergessen Sie dabei nicht, auch den Druck in Ihren Ersatzreifen zu prüfen, und zwar unabhängig davon, ob diese mit einem RDKS ausgestattet sind oder nicht.

Wie wirkt sich der Reifendruck auf mein Fahrverhalten und meine Sicherheit aus?

Reifen mit zu wenig Luft können das Fahren sowohl auf nassen als auch trockenen Oberflächen folgendermaßen beeinträchtigen:

  • Schleudern und Kontrollverlust in scharfen Kurven oder in normalen Kurven mit hoher Geschwindigkeit
  • Aquaplaning auf nassen Oberflächen, was sich auf den Bremsweg auswirken und zu Schleudern und Kontrollverlust führen kann
  • Erhöhtes Risiko für Reifenpannen, was zu Unfällen führen kann

Es wird unter keinen Umständen empfohlen, mit einem zu niedrigen Reifendruck zu fahren. Wenn Sie von der RDKS-Warnlampe auf einen Unterdruck in einem oder allen Reifen hingewiesen werden, sollten Sie Ihr Auto zum nächsten Servicezentrum bringen und das Problem beheben.

Was soll ich tun, wenn ich eine Warnung vom RDKS erhalte, während ich mitten im Verkehr stecke?

Falls die RDKS-Lampe während des Fahrens zu blinken beginnt:
Halten Sie das Lenkrad gut fest, sodass Sie Ihr Fahrzeug auch bei einer Reifenpanne noch manövrieren können. Senken Sie die Geschwindigkeit und fahren Sie rechts ran.
Sobald Sie sich sicher abseits der Straße befinden, ermitteln Sie den Reifendruck mit einem Reifendruckmesser und gleichen ihn mit dem empfohlenen Wert ab. Ein Reifendruckmesser ist ein Standardwerkzeug, das in jedem Notreparaturset enthalten ist.
Füllen Sie die Reifen bis zum empfohlenen Druck auf (dieser ist normalerweise in der Bedienungsanleitung des Fahrzeugs oder auf einer Plakette unten an der Fahrertür angegeben). Falls es Ihnen lieber ist, können Sie Ihr Auto auch zum nächsten Reifenservicezentrum schleppen und dort die Reifen aufpumpen und das RDKS überprüfen (und ggf. reparieren) lassen.

Ist es empfehlenswert, Löcher in Reifen mit RDKS mit Dichtmitteln zu reparieren?

Nein. Falls eine andere Substanz als Luft oder Stickstoff in den Reifen gelangt, könnte der RDKS-Sensor dadurch beschädigt werden. Dicht- und Pannenhilfsmittel verwenden Aerosolsprays, die den Sensor beschädigen können. Falls Sie Ihre RDKS-Reifen mit einem Reifendichtmittel behandelt haben, sollten Sie den Zustand des RDKS-Sensors von einem RDKS-Servicetechniker überprüfen lassen und ihn austauschen, falls er beschädigt ist.

Wodurch könnte mein RDKS ausfallen?

Das RDKS kann aus den folgenden Gründen ausfallen:
Schwache Sensorbatterie: Die integrierte Lithiumbatterie der Sensoren besitzt eine Lebensdauer von 4 bis 7 Jahren.
Falsche Ventilmontage: Die RDKS-Sensoren sollten mit vernickelten Ventileinsätzen versehen sein und niemals mit Ventileinsätzen aus Messing oder Kupfer verwendet werden. Ventileinsätze aus Messing oder Kupfer können zu galvanischer Korrosion und somit zu einem Ausfall der Sensoren führen.
Unsachgemäßer Wechsel bzw. Umgang mit den Reifen: Reifen mit RDKS sollten entsprechend dem verwendetem Sensortyp anhand bestimmter Methoden gewechselt werden. Der Wechsel sollte idealerweise nur von RDKS-Spezialisten durchgeführt werden. Eine grobe und unsachgemäße Handhabung während routinemäßiger Reifenwechsel kann dazu führen, dass die Sensoren brechen oder beschädigt werden.
Zu starkes oder zu schwaches Festziehen (Anziehen) der Sensoren mit einem Drehmomentschlüssel: Alle Tüllen und Ventile müssen bei der Montage des RDKS (mit einem Drehmomentschlüssel) bis auf den richtigen Wert angezogen werden. Andernfalls könnte das RDKS nicht richtig funktionieren.
Elektronische Störung: Das RDKS verwendet elektronische Schaltungen und Geräte, die mit der Zeit fehlerhaft werden können.

Wird mich das RDKS warnen, falls die Reifen zu stark aufgepumpt wurden? Sind die Folgen eines Überdrucks mit denen eines Unterdrucks vergleichbar?

Nein. Das RDKS ist so eingestellt, dass Sie nur dann gewarnt werden, wenn der Reifendruck mindestens 20 % unter dem erforderlichen optimalen Druck liegt.
Ein Überdruck hat die folgenden Auswirkungen:

  • Es holpert, wenn man auf der Straße über Bodenwellen und Unebenheiten fährt.
  • Das Reifenprofil nutzt sich insbesondere in der Mitte schneller ab.
  • Die Reifen haften weniger gut auf der Straße, wodurch sich das Fahrzeug schlechter manövrieren lässt.

Mein Auto hat kein RDKS. Muss ich entsprechend nachrüsten?

Nein. Nur Fahrzeuge, die bei der Herstellung mit einem direkten oder indirekten RDKS ausgestattet wurden, fallen unter die RDKS-Pflicht.
Allerdings verfügen alle ab 2004 verkauften Fahrzeuge über ein RDKS. Wenn die Reifen keine RDKS-Sensoren haben, wird das erstmalige Wechseln länger als normal dauern und zusätzliche Kosten verursachen.

Mein Auto hat zwar ein RDKS, wurde aber noch nicht von einer RDKS-Werkstatt gewartet. Worauf muss ich mich einstellen?

Beim erstmaligen Besuch einer RDKS-Servicewerkstatt werden die folgenden Arbeiten durchgeführt:

  • Überprüfung mittels Diagnosewerkzeugen, um sicherzustellen, dass Ihre RDKS-Sensoren und das System selbst korrekt funktionieren
  • Wartung bzw. Austausch aller defekten Komponenten Ihres RDKS
  • Austausch der Dichtungskomponenten der RDKS-Sensoren (Kappe, Einsatz, Tülle und Mutter)
  • Abstimmung Ihrer RDKS-Sensoren auf den Bordcomputer des Fahrzeugs, damit die Sensorcodes den richtigen Reifen zugeordnet werden
  • Abschließende Überprüfung der Funktionsfähigkeit Ihres RDKS
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